Kunst offen in Sachsen, Rittergut Ehrenberg

Kunst – offen in Sachsen

Rittergut Ehrenberg mit neuer Ausstellung

 

Die diesjährigen Pfingsttage verwöhnten uns mit viel Sonne und frühsommerlichen Temperaturen. Da lohnte sich in jedem Fall ein Ausflug unter dem Motto „Kunst – Offen in Sachsen“. Unser Ziel am Pfingstmontag das Rittergut Ehrenberg als Kulturzentrum mit seinem Verein „Centro Arte Monte Onore e.V.“.

Bereits am Sonntag wurde die neue Ausstellung „Kreislauf“ in der Galerie „Girasole“ eröffnet, mit großer Resonanz wie uns auch der „Chef“ des Rittergutes Pier Giorgio Furlan sagte. Die Ausstellung ist eine ganz besondere – von den Künstlern Christine Hunold und Marcel Meier. Letzterer kreiert Dinge, Gegenstände deren Einzelteile für viele eher unbrauchbar erscheinen beziehungsweise nicht mehr nutzbar sind. Christine Hunold hat täglich Biomüll fotografiert und daraus ist ein „Müllblüten“- Tagebuch entstanden. In der Ausstellung sind viele der Fotos auf runden Kuchenbackformen zu sehen, außerdem ein „Kompost- Regal“ mit 24 Gläsern, „Kompost“ aufgeschrieben in 24 Sprachen. Alles zum Thema „Kreislauf“, denn in diesen ist doch Alles und Jeder einbegriffen. Eine wirklich sehenswerte nicht alltägliche Ausstellung.

Offenes Atelier das hieß ferner, der Besucher konnte die Werkstätten besichtigen, wo die Masken und Kostüme für viele Projekte und Aufführungen hergestellt werden, auch Workshops angeboten werden. Kostüme aus dem Theaterstück „Pinocchio“ waren ausgestellt, auch Sonne und Mond, und Puppen, die von Kindern hergestellt wurden.

Weiter konnte jeder den Garten erkunden und jede Menge Interessantes entdecken.

Neu in der alten Scheune des Rittergutes die Darstellung des Flüchtlingsstromes nach und auf Lampedusa, der zu Italien gehörenden Insel, die schon vor der großen Flüchtlingswelle Emigranten aufgenommen hat und deren Bewohner diesen Menschen helfen. Zu sehen sind unter anderem Bootsruder in Bewegung und andere Bootsteile. Auf einigen sind Frauennamen in arabischer Sprache. Für P. G. Furlan ein wichtiger Teil seiner Ausstellungsteile im Garten, weil auch er diese Menschen- Flüchtlinge, die hier eine neue Heimat suchen- integrieren möchte, sie in seine Projekte aktiv mit einbezieht.

Damit kann auch ein Ausblick auf das nächste Jahr bereits gegeben werden, denn die Vorbereitungen dazu laufen schon. Es wird ein neues barrierefreies Theaterstück geben, das Thema: Marco Polo. Es soll erzählen was er auf seinen Reisen erlebte. Mitwirkende werden wieder Menschen mit und ohne Behinderungen sein. Anfang 2019 soll das Theaterstück im Chemnitzer Opernhaus aufgeführt werden.

Um seine Eindrücke an diesem wunderschönen Sonnentag auf sich wirken zu lassen, zu entspannen, miteinander zu reden konnte dies auf der Terrasse bei einem Glas Prosecco, einer Tasse Kaffee mit Kuchen nach italienischen Rezepten oder herzhaft mit Bruschetta tun.

 

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