Tag des offenen Denkmals 2025 – Wert-voll, unbezahlbar oder unersetzlich
Deutschland, Italien, Spanien und der Friedensvogel
Der zweite Sonntag im September gehört den Denkmälern. Viele öffnen nur an diesem Tag ihre Türen. Das Rittergut in Ehrenberg kann fast das ganze Jahr über besucht werden, mit seiner Schlossruine, dem Park, den Installationen im Freigelände, dem Museum im Jägerhaus, der Galerie Girasole mit wechselnden Ausstellungen, die Werkstätten in denen Masken und Kostüme hergestellt werden. Im Forum der Künste finden immer wieder Veranstaltungen statt, ebenso bei schönem Wetter im Park. Das Rittergut ist eine internationale Begegnungsstätte geworden- und genau das war das Ziel von Pier Giorgio Furlan, als er vor 25 Jahren das Grundstück abseits hektischer Städte erwarb. Als Architekt und Künstler erbaute er hier ein Refugium der Begegnungen mit Kunst aller Art und mit einer italienischen Seele.
Internationale Begegnungen gab es an diesem Sonntag einige. Im Park wurde eine neue Installation „eingeweiht“. Sie zeigt eine weiße Taube, den FRIEDENSVOGEL auf dem Regenbogen. In seiner Rede dazu sagte Pier Giorgio Furlan, dass die weiße Taube seit der biblischen Geschichte von Noah ein Symbol für Frieden, Hoffnung und neues Leben ist. Harmonie könne nur durch Vertrauen und Versöhnung entstehen. Es sind wahre Worte, die in der heutigen Zeit wichtiger denn je sind. Die Idee und Vorlage für diese Installation stammt von Evgeny Shmidt, geboren in Nordrussland, lebt in München und er ist auch ein Teil des Kulturzentrums CAMO e.V., dessen Holzwerkstatt gemeinsam mit ihm den Friedensvogel erschaffen hat. Diese Installation ist ein nun wunderschöner Blickfang beim Betreten des Schlossparks.
Ein wenig später wurde es Spanisch. 9 Herren – die Tuná Universitara de Jaén waren wieder zu Gast. Sie sangen mit viel Spaß, in ihren schönen Roben, spanische Lieder, die eine ausgelassene Stimmung verbreiteten. Vor zwei Jahren waren sie bereits im Kulturzentrum und hinterließen einen tollen Eindruck. Sie touren nicht nur in Spanien oder Deutschland, auch in anderen europäischen Ländern. Sie brachten außer Musik auch wieder Olivenöl mit. Jaén, nördlich von Granada ist ein großer Olivenölproduzent. Es durfte verkostet und gekauft werden. Ein sehr geschmackvoller Abschluss eines Konzertes und eines schönen Nachmittages.
Vergessen werden darf auf keinen Fall das gesamte Team um Pier Giorgio Furlan, die bei allen Veranstaltungen dabei sind und die Vorbereitungen treffen. Wer an diesem Nachmittag einen ganz speziellen italienischen Moment genießen wollte konnte das bei einem Glas Prosecco tun.
Copyright © All Rights Reserved