Pavarotti 90
Der große Opernsänger Luciano Pavarotti wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden.
Ihm zu Ehren gab es am 30. September 2025 eine große Tributshow, angelehnt an „Pavarotti & Friends“, in der Arena di Verona. Welch ein perfekter Ort für dieses Event! Ein Event, das Generationen und Genres zusammenbrachte nicht nur auf der Bühne.
Die Bühne selbst war wunderschön gestaltet, mit Glanz und Glimmer. Der Platz für das tolle Orchester mittig in zwei Flügeln, davor das Podest für den Dirigenten und die Akteure des Abends. Außer Luciano Pavarotti er überschaute alles von hinten.
Michelle Hunziker führte brillant durch einen wunderbaren eindrucksvollen und berührenden Abend mit vielen, vielen Gästen.
Plácido Domingo und José Carreras eröffneten den musikalischen Reigen zusammen mit Luciano Pavarotti, die auch als die Drei Tenöre bekannt waren, mit „My Way“. Und Duette mit ihm gab an diesem Abend noch sehr viele. So unter anderem mit Laura Pausini, Biagio Antonacci, Giuliano Sangiorgi. Zu den Akteuren des Abends gehörten auch Il Volo die zusammen mit den Sopranistinnen Miriam Battistelli, Carmen Giannattasio und Giulia Mazzola ihr Meisterstück „Capolavoro“ sangen, hier wurde das Orchester von Plácido Domingo dirigiert. Dieses wunderbare Orchester, das von der Stiftung Luciano Pavarotti vor einigen Monaten erst gegründet wurde, dirigierten abwechselnd Maestro Matteo Parmeggiani, auch dessen künstlerischer Leiter, sowie Maestro Leonardo De Amicis und Maestro Beatrice Venezi. Letztere wurde erst zur Musikdirektorin des Teatro La Venice in Venedig ernannt. Auch Luca Carboni, Umberto Tozzi und Mahmood hatten ihre Verbindungen zu Luciano Pavarotti. Umberto Tozzi und der Tenor Vittorio Grigolo sangen „Gente di Mare“ und „Gloria“ in neuen Versionen. Mahmood sang „Non ti scordar di me“ mit Sopranistin Giulia Mazzola. Mit ihr sahen und hörten wir auch Luca Carboni „Farfallina“.
Im Staraufgebot durfte auch Andrea Bocelli nicht fehlen. Sein Geschenk die Arie „Di quella pira“ aus „Il Travatore“ und das wunderschöne Duett mit Sopranistin Miriam Battistelli „O soave fanciulla“. Für Andrea Bocelli hatte Luciano Pavarotti so manche Tür geöffnet.
Ein sehr beeindruckender Moment war, als alle zehn Tenöre, die an diesem besonderen Abend Luciano Pavarotti ihre Aufwartung machten, auf der Bühne standen und in einer Chor- Version „Caruso“ sangen. Gleichzeitig eine Hommage an den großen Lucio Dalla. Zu den zehn Tenören gehörten neben Plácido Domingo, José Carreras und Andrea Bocelli Yusif Eyvazov, Vittorio Grigolo, Marcelo Alvarez, Francesco Meli, Fabri Satori, Jonathan Tetelmann und Guiseppe Infantino.
Die Arena hörte noch viele weitere klassische Duette und das Publikum folgte frenetisch. Es war eine wunderbare Atmosphäre und eine wundersame Magie. Das brachte auch Nicoletta Mantovani, Witwe Pavarottis und der Stiftung vorstehend, zum Ausdruck.
Der Himmel wollte wohl auch applaudieren und schickte Regen, der wiederum der Technik zu schaffen machte und zu einer reichlichen halben Stunde Pause zwang.
Ziemlich durchnässt mussten wir leider 0.30 Uhr die Reißleine ziehen. Aber der verbliebene Kern konnte das Finale von und mit Luciano Pavarotti erleben: „Nessum Dorma“.
Wie sagte Luciano Pavarotti „Ich denke, ein Leben, das der Musik gewidmet ist, ist ein gut verbrachtes Leben“. Er wusste es. In seiner Heimatstadt Modena gibt es auch ein Museum.
Dieser Abend in der Arena di Verona wird uns und vielen anderen Zuschauern sicher lange in Erinnerung bleiben, mit seiner Magie, seiner Atmosphäre und einer gehörigen Portion Gänsehaut.
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